Google hat Mitte Juni 2026 die finale Version von Android 17 veröffentlicht – zuerst für die eigenen Pixel-Geräte ab dem Pixel 6, danach gestaffelt für andere Hersteller. Mittlerweile rollt das Update auch bei Samsung aus: One UI 9 auf Basis von Android 17 ist seit Ende September für die Galaxy-S25-Reihe sowie die aktuellen Foldables verfügbar.
Was sich mit Android 17 alles ändert, welche Funktionen wirklich etwas bringen und wann dein Gerät an der Reihe ist, fasst dieser Überblick zusammen.
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Bubbles: Jede App wird zum schwebenden Fenster
Die größte Neuerung für den Alltag sind die Bubbles: Per langem Druck auf ein App-Symbol lässt sich künftig fast jede App in ein kompaktes, frei verschiebbares Fenster verwandeln, das über anderen Inhalten schwebt. So bleiben etwa Karte, Notizen oder ein Video-Tutorial griffbereit, während du parallel in einer anderen App arbeitest.
Auf Tablets und faltbaren Geräten sammeln sich die schwebenden Fenster zusätzlich in einer eigenen Bubble-Leiste in der Taskleiste – so wechselst du mit einem Fingertipp zwischen bis zu fünf aktiven Bubbles, verkleinerst oder vergrößerst sie. Google will damit vor allem das Arbeiten auf großen Displays deutlich angenehmer machen.
Screen Reactions: Bildschirm und Selfie in einer Aufnahme
Für alle, die Inhalte erstellen, baut Google die Bildschirmaufnahme aus: Screen Reactions nimmt erstmals Bildschirm und Frontkamera gleichzeitig auf. Dein Kommentar als Selfie-Video liegt direkt über der Aufnahme – ideal für Reaktionsvideos oder kurze Anleitungen, ganz ohne zusätzliche App. Dazu gibt es eine überarbeitete Aufnahme-Werkzeugleiste, in der sich Größe und Position des Selfie-Fensters anpassen lassen.
Besser zocken auf Foldables
Auch Spieler bekommen spürbare Verbesserungen: Ein eigener Gaming-Modus für Foldables teilt den aufgeklappten Bildschirm im 50:50-Layout – oben läuft das Spiel, unten sitzt ein virtueller Controller. Wer mit externem Controller spielt, kann dessen Tastenbelegung erstmals systemweit anpassen. Unter der Haube sorgt ein verbessertes Speichermanagement für weniger Ruckler und abgebrochene Bildfolgen bei anspruchsvollen Titeln.
Mehr Datenschutz: einmaliger Zugriff, sicheres Verloren-Modus
Beim Thema Privatsphäre zieht Google die Zügel an:
- Einmaliger Standortzugriff: Apps bekommen den genauen Standort auf Wunsch nur noch für eine Sitzung statt dauerhaft. Die ungenaue Standortangabe dehnt Google in dünn besiedelten Gebieten automatisch weiter aus.
- Kontakte mit Auswahl: Apps erhalten Zugriff nur noch auf die Kontakte, die du ausdrücklich freigibst – nicht mehr aufs komplette Adressbuch.
- Sicherer Verloren-Modus: Wer sein Gerät als verloren markiert, sperrt es zusätzlich per biometrischem Merkmal – ein gekannter Entsperrcode allein genügt Dieben dann nicht mehr.
- Strengere Speicherlimits: Apps dürfen im Hintergrund nicht mehr beliebig viel Arbeitsspeicher belegen; das soll Ruckler beenden und den Akku schonen.
Kleine Verbesserungen für den Alltag
Neben den großen Funktionen stecken viele Details im Update: App-Namen lassen sich auf dem Startbildschirm komplett ausblenden, die Kindersicherung steht nun auf allen Android-Geräten bereit und der digitale Assistent bekommt eine eigene Lautstärkeregelung. Einzelne Apps lassen sich gezielt vom systemweiten Dunkelmodus ausschließen, die Splitscreen-Ansicht wurde übersichtlicher und Hörgeräte-Nutzer können genauer wählen, welche Töne wohin geleitet werden. Optisch zieht Google die runderen Formen von Material 3 Expressive weiter durchs System.
Nutzer eines iPhones finden in unserem Überblick iOS 26: Die 10 besten Tipps, Tricks und versteckten Funktionen die passenden Neuerungen für Apple-Geräte.
Quartalsupdate QPR1: Das kam im September dazu
Mit dem September-Pixel-Drop hat Google das erste Quartalsupdate (QPR1) für Android 17 nachgelegt:
- Neues Medienplayer-Karussell mit Wisch-Navigation zwischen aktiven Wiedergaben
- Taskleiste auf großen Bildschirmen zeigt zuletzt genutzte statt vermuteter Apps
- Desktop-Fenstermodus mit neuen Wischgesten über der Maximieren-Schaltfläche
- Inhalte per Drag-and-Drop direkt aus Bubbles in darunterliegende Fenster ziehen
- Notiz-Kurzbefehle, erweiterte Terminal-App und mehrere gleichzeitig aktive Bildschirmschoner
- Pause Point: Markierte Apps öffnen sich erst nach einer 10-Sekunden-Bedenkzeit
- Erweiterte Betrugswarnungen auf dem Gerät – auch in Deutschland
- Sicherheitslücke im Mobilfunk-Modem (Zero-Click) geschlossen
Samsung One UI 9: Android 17 für Galaxy-Geräte
Bei Samsung läuft Android 17 unter dem Namen One UI 9. Die stabile Version startete am 28. September 2026 in Südkorea für die Galaxy-S25-Reihe sowie das Galaxy Z Fold 7 und Z Flip 7, Anfang Oktober folgte die Verteilung in den USA; die Galaxy-S26-Serie war bereits Mitte September versorgt. Für Galaxy S23 und S24 soll das Update laut Samsung im Laufe des Oktobers folgen – der Rollout erfolgt gestaffelt nach Region und Mobilfunkanbieter, das Paket ist rund 4 Gigabyte groß.
Zu den Samsung-eigenen Neuerungen zählen laut Berichten überarbeitete Now-Brief-Karten mit KI-Inhalten, die Funktion My FanCam zur Personenverfolgung, Call Brief, das Creative Studio, frei anpassbare Schnelleinstellungen sowie ein neuer Bereich „Garantie und Pflege“ mit Geräte-Diagnose.
Auch auf dem PC bleibt es spannend: Was Microsofts großes Herbst-Update bringt, steht in unserem Überblick Windows 11 26H2: Das bringt das große Herbst-Update.
So prüfst du, ob das Update für dich bereit ist
- Öffne die Einstellungen auf deinem Smartphone.
- Tippe auf System und dann auf Software-Update (bei Samsung: direkt Software-Update).
- Wähle Herunterladen und installieren – das Gerät sucht nun nach verfügbaren Updates.
- Lade das Paket am besten über WLAN herunter und stelle sicher, dass der Akku mindestens halb voll ist.
Erscheint kein Update, ist deine Region oder Gerätekombination noch nicht an der Reihe – Samsung und Google verteilen große Updates grundsätzlich in Wellen über mehrere Wochen.